Stand Juni 2026
Sternwarte und Planetarium Reutlingen

Ein neues Fenster in den Kosmos.

Auf dem Dach der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule entsteht ein digitales 7-Meter-Planetarium für mehr als 40 Personen — Reutlingens neues Zentrum für MINT-Bildung, astronomische Begeisterung und gesellschaftliche Verantwortung.

7 m
Kuppeldurchmesser
40+
Plätze pro Veranstaltung
UHD
Digitale Projektion
2027
Geplanter Umbau
Die Vision

Naturwissenschaft zum Anfassen.

Die Sternwarte Reutlingen ist in Baden-Württemberg einzigartig: Sie verbindet Planetarium und Observatorium an einem Ort und vermittelt astronomisches Wissen unmittelbar an drei Stationen — im Planetarium, im Karl-Heinz-Danzer-Studio und am Teleskop. Diese Kombination macht jede Führung zu einem dichten, plastischen Lernerlebnis.

„Nach dem Besuch der Sternwarte sind die Kinder wie angezündet für Physik, Mathe und Chemie." — Stimme eines Physiklehrers

Wer einmal Saturn oder einen Gasnebel mit eigenen Augen gesehen hat, denkt anders über die Welt. Aus diesem Erlebnisraum sind in den vergangenen Jahrzehnten ganze Gruppen von Ingenieurinnen und Ingenieuren hervorgegangen, die heute bei renommierten Firmen in Reutlingen und Umgebung arbeiten.

Mit dem neuen Planetarium entsteht auf dem Dach der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule ein Ort, an dem Schulklassen, Familien und die Reutlinger Bevölkerung gleichermaßen Zugang zu zeitgemäßer astronomischer Bildung finden.

Eine Stimme aus dem All

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr sich Kinder und Jugendliche für Astronomie und Raumfahrt interessieren. Daher kann ich die Modernisierung der Reutlinger Sternwarte nur befürworten.

Planetarien müssen ständig inhaltlich und technologisch, aber auch räumlich aktualisiert werden, weil immer neue und mehr Erkenntnisse vorliegen.

Für Reutlingen mit seinen vielen Schulen wäre ein neues Planetarium ein außerordentlicher Gewinn. Daher begrüße ich dieses Vorhaben ausdrücklich."

Prof. Dr. Ernst Messerschmid Astronaut & Physiker · Förderer der Sternwarte Reutlingen
Architektur

Aufstockung über dem 5. Dachgeschoss.

Der bestehende Raum 4.14 der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule wird um ein Geschoss aufgestockt. Die neue Kubatur (8,26 × 8,26 m) nimmt die 7-Meter-Kuppel frei hängend auf — direkt neben der bestehenden Sternwarten-Kuppel.

Konstruktiv geplant ist eine Stahlbau-Aufstockung mit Holzfassade, Deckenerhöhung auf 6,5 m und integrierte Klimatisierung für bis zu 40 Personen. Die bestehende Sternwarte und der Karl-Heinz-Danzer-Lehrsaal bleiben weiter im Betrieb.

Grundfläche neu
7,3 × 7,8 m
Lichte Raumhöhe
6,5 m
Statik
IB Struktur im Raum
Architektur
Hartmaier + Partner
Architekturentwurf Erweiterung Sternwarte — Hartmaier + Partner, Entwurf 3
Entwurf · Hartmaier + Partner · 01.04.2026
Das Projekt

Vom 18-Personen-Raum zur Lernkuppel für ganze Schulklassen.

Der bestehende Planetariumsraum fasst nur 16 bis 18 Personen — schon für eine einzelne Schulklasse zu klein. Im Sommer 2027 wird Raum 4.14 der Steinbeis-Schule aufgestockt. Dort entsteht ein digitales Planetarium auf dem aktuellen Stand der Technik.

01 — RAUM

Aufstockung Raum 4.14

Quadratische Grundfläche 7,3 × 7,8 m, Deckenerhöhung auf 6,5 m. Kapazität: über 40 Personen — genug für ganze Schulklassen ohne Aufteilung.

02 — KUPPEL

7-Meter-Projektionskuppel

Digitale Fulldome-Projektion in UHD-Auflösung. Statt eines analogen Großprojektors übernimmt ein zentraler Videoprojektor alle Funktionen — inkl. Filme, Bilder und Rundumkino.

03 — KOMFORT

Neigbare Sessel

40–50 Einzelsitze beziehungsweise 20–25 Doppelsitze — bequem, kippbar und für lange Führungen ausgelegt. Erstmals echtes Planetariums-Feeling.

04 — TECHNIK

Bewährte digitale Technik

Software Space Crafter auf Basis des in Astronomiekreisen verbreiteten Stellarium. Das System läuft seit September 2024 produktiv im bestehenden Planetarium — alle Mitarbeitenden sind eingearbeitet.

05 — BILDUNG

MINT-Standort Schwäbische Alb

Reutlingen ist auf qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure angewiesen. Astronomische Bildungsarbeit hat junge Menschen schon in der Vergangenheit für MINT-Berufe gewonnen — das neue Planetarium macht das skalierbar.

06 — WERTE

Ökologische Verantwortung

Die Beschäftigung mit Astronomie macht die Verletzlichkeit der Erde unmittelbar erfahrbar. Das Planetarium wird auch ein Ort der Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und planetarer Verantwortung.

Status & Perspektive

Aus „eng und veraltet" wird „offen und zeitgemäß".

Das aktuelle Planetarium stammt aus den 1960er Jahren — räumlich beengt und technisch überholt. Die digitale Umstellung des bestehenden Projektors im September 2024 war der erste Schritt. Der Umbau von Raum 4.14 löst nun die räumliche Engstelle, die seit Jahren der wachsenden Nachfrage entgegensteht.

Heute (bestehendes Planetarium)

Bewährt, aber an seinen Grenzen.

  • Anlage aus den 1960er Jahren
  • Kuppel mit nur 4,00 m Durchmesser
  • Platz für 16–18 Personen
  • Schulklassen müssen geteilt und parallel betreut werden
  • Seit September 2024 digital — auf bewährter Stellarium-Basis
  • Mitarbeitende vollständig in die neue Technik eingearbeitet
Ab Sommer 2027

Ein neuer Bildungsraum für die Region.

  • 7-Meter-Kuppel — moderner Großprojektionsraum
  • 40+ Plätze mit komfortablen Neigesesseln
  • Ganze Schulklassen in einer Veranstaltung
  • UHD-Fulldome: Sternenhimmel, Filme, interaktive Inhalte
  • Neue Formate für Schulen, Familien, Vereine, Betriebsausflüge
Finanzierung

74 % der Mittel sind gesichert. Jetzt zählt der Schlussspurt.

Dank starker Partner — darunter die Carl-Zeiss-Stiftung — liegen bereits Förderzusagen über 535.000 Euro vor; zuletzt die zweite Zusage der Karl-Danzer-Stiftung. Für den Baubeginn im Sommer 2027 fehlen rund 185.000 Euro. Ihr Engagement könnte der Schlussstein sein, der das Projekt zur Realität macht.

Gesicherte Fördermittel
535 T€ / 720 T€
0 T€ ~74 % finanziert 720 T€

Brutto-Baukosten nach DIN 276, Kostenschätzung Architekturbüro Hartmaier + Partner, Stand 01.08.2025. Zuzüglich Baupreissteigerung bis Baubeginn.

Die Kostenschätzung umfasst Aufstockung, Stahlbau, Holzfassade, Dach, Klimatisierung und Baunebenkosten. Nicht enthalten sind die Ausstattungskomponenten Projektionskuppel, Neigesessel und Projektionssystem — diese werden separat finanziert.

Carl-Zeiss-Stiftung
150.000 €
Zugesagt
Kessler-Stiftung Aalen
125.000 €
Zugesagt
Karl-Danzer-Stiftung Reutlingen Spende 2018 (100 Jahre VVRT)
100.000 €
Zugesagt
Karl-Danzer-Stiftung Reutlingen Neue Zusage Mai 2026
100.000 €
Zugesagt
Bürgerstiftung Reutlingen
50.000 €
Zugesagt
Heinrich Schmid GmbH & Co. KG
10.000 €
Zugesagt
Summe Zusagen
535.000 €
74 %
Verbleibender Förderbedarf
~185.000 €
26 %
Partner

Ein Projekt, getragen von vielen.

Stiftungen & Förderer

Carl-Zeiss-Stiftung Kessler + Co. Stiftung Karl-Danzer-Stiftung Reutlingen Bürgerstiftung Reutlingen Heinrich Schmid

Öffentliche Partner

Stadt Reutlingen Landkreis Reutlingen

Stadt Reutlingen und Landratsamt Reutlingen haben das Vorhaben für genehmigungsfähig erklärt (Auskunft Architekt Jochen Schmid, 4. Mai 2026).

Werden Sie Teil dieses galaktischen Projekts.

Für die letzten 185.000 Euro suchen wir Partner, die mit uns die naturwissenschaftliche Bildung in der Region nachhaltig stärken wollen. Wir freuen uns auf Ihr Gespräch.

Projektkoordination
Dr. Ulrich Bausch
Verein für Volksbildung Reutlingen e. V. · Spendhausstraße 6, 72764 Reutlingen