Liebe Mitglieder des Vereins für Volksbildung,
2025 war für unseren Bildungsverbund ein Jahr der Konsolidierung. Volkshochschule, Musikschule, Jugendkunstschule und die weiteren Einrichtungen unter dem Dach des Vereins haben Strukturen, Prozesse und Finanzen geordnet – jede Gesellschaft für sich und alle gemeinsam. Dieser Bericht zeigt, wo wir im Haushaltsjahr 2025 stehen: transparent und ohne die schwierigen Stellen auszusparen.
Die größte wirtschaftliche Belastung kam von außen. Das Herrenberg-Urteil hat die Beschäftigung von Musikschullehrkräften grundlegend verändert. Die Festanstellung eines Großteils unserer Lehrkräfte war die richtige Konsequenz – aber sie kostet. Dass die Stadt Reutlingen ihre Förderung im Doppelhaushalt 2026/2027 erhöht hat, schließt das entstandene Defizit. Diese Entscheidung für Bildung sehen wir nicht als selbstverständlich an. Sie verpflichtet uns.
Wozu, haben wir in unserem Commitment festgehalten: Bildung für alle, verlässlich und in hoher Qualität – für Reutlingen und die ganze Region. So können wir unseren Auftrag weiterhin erfüllen und ihn mit neuen, auch digitalen und KI-gestützten Formaten weiterentwickeln, die auf konkrete Bedarfe in Stadt und Landkreis antworten.
Dafür danken wir den Mitgliedern des Vereins, den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in Gemeinderat, Aufsichtsrat und Verwaltung, unseren Lehrkräften, allen Teilnehmenden – und allen Reutlingerinnen und Reutlingern, die die Volksbildung in dieser Stadt mittragen.
Im Herbst 2026 setzen wir zwei Zeichen: Das neue Programm widmet sich dem Thema „Veränderung“, und mit dem Bildungsmittelpunkt Betzingen eröffnen Volkshochschule und Musikschule einen gemeinsamen neuen Ort.
Wir werden auch weiterhin alles dafür tun, Angebote zu machen, die gebraucht werden und Menschen nützen.
Dr. Philipp Marquardt