FOTOAUSSTELLUNG: PRESSE UNTER BESCHUSS IN GAZA – VERLÄNGERT BIS 1. AUGUST!

Fotos der palästinensischen Journalistin Fatima Hassouna (2000-2025)

Fatima Hassouna

Ausstellung

„Das Auge von Gaza“ – so wurde die 25-jährige, palästinensische Foto-Journalistin Fatima Hassouna genannt. Mit ihrer Kamera dokumentierte sie den Alltag des Krieges und schuf berührende Bilder über die Verzweiflung, aber auch über die Würde und die Resilienz der Frauen, Männer und Kinder inmitten der Zerstörung.

Da Israel ausländischen Kriegsreporter*innen bis heute den Zugang nach Gaza verweigert, sind Berichte palästinensischer Journalist*innen essenziell. Fatima Hassouna ist eine von über 220 Journalist*innen, die in Gaza vom israelischen Militär getötet wurden – so viele wie in keinem anderen Krieg.

Als Protagonistin des Dokumentarfilms „Put your soul on your hand and walk“ (Regie: Sepideh Farsi), wurde Fatima Hassouna – einen Tag nach dessen Nominierung für die Filmfestspiele in Cannes – Opfer eines gezielten israelischen Luftschlags.

Mit dieser Ausstellung werden Fatima Hassounas Fotos erstmals in Deutschland gezeigt.

Programm

Vernissage

Mittwoch, 24.06.2026, 19:00 · Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6, Saal

Grußwort: Thomas Becker, Leitung Abteilung allgemeine und kulturelle Bildung, vhsrt

Einführung: Nicola Zwingmann / Cornelia Szelényi (Kuratorinnen)

Live-Schalte nach Berlin mit Christopher Resch, Pressesprecher und Nah-Ost-Experte von „Reporter ohne Grenzen“

Film & Gespräch

Freitag, 10.07.2026, 19:00 · Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6, Raum E07

„Inside Gaza“, Dokumentarfilm von Hélène Lam Trong über die Situation von Journalist*innen in Gaza. Gezeigt wird der Film aus Sicht von Mai Yaghi, Adel al-Zaanoun, Mohammed Abed und Mahmud Hams, vier Journalist*innen der „Agence France-Presse“ (AFP), einer der weltweit größten Nachrichtenagenturen. Eintritt frei, Spenden erbeten

Finissage

Donnerstag, 23.07.2026, 19:00 · Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6, Saal

Podiumsdiskussion „Pressefreiheit in Gefahr – Pressefreiheit als Gefahr? Eine kritische Einordnung zur deutschen Nahostberichterstattung“ mit Hanno Hauenstein (freier Journalist und Autor), Judith Scheytt (Medienkritikerin, Menschenrechts- und Klimaaktivistin) und Nadia Zaboura (Kommunikationswissenschaftlerin, Medienkritikerin und Publizistin).

Moderation: Cornelia Szelényi / Nicola Zwingmann (Kuratorinnen)

Beteiligte

Christopher Resch

Christopher Resch ist Pressereferent bei Reporter ohne Grenzen mit Fokus Naher Osten. Er ist häufiger Interviewpartner in Printmedien, Hörfunk, Podcasts und Fernsehen (z.B. Frankfurter Rundschau, Deutschlandfunk und Tagesschau).

Hanno Hauenstein

Hanno Hauenstein ist freier Journalist und Autor. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Tel Aviv und Berlin. Bis 2022 leitete er das Kulturressort der Berliner Zeitung. Seine Beiträge erschienen u. a. in ZEIT-online, Haaretz, THE GUARDIAN und Frankfurter Rundschau.

Judith Scheytt

Judith Scheytt engagierte sich bereits als Schülerin für Klimagerechtigkeit und Menschenrechte. Für ihre kritischen Social- Media-Beiträge wurde sie schon als 17-Jährige vom Land Baden-Württemberg ausgezeichnet. Sie war mit Greta Thunberg 2025 Teil der „Gaza Freedom-Flotilla“ und setzt sich aktiv für die Rechte von Palästinenser*innen ein.

Nadia Zaboura

Nadia Zaboura ist Kommunikationswissenschaftlerin, Medienkritikerin und preisgekrönte Publizistin. Sie ist Co-Autorin des Buchs „Medien zwischen Macht und Ohnmacht. Wie Journalismus Vertrauen zurückgewinnen kann“ (2025).

In Kooperation mit

Gesellschaft Kultur des Friedens
AK Palästina Tübingen
Flüchtlingskinder im Libanon e.V.