Wie lebt man weiter nach der Katastrophe? Mit dieser Frage wurden die Menschen in Reutlingen nach dem Stadtbrand 1726 konfrontiert. Der Vortrag stellt die Ergebnisse eines Lehrforschungsprojekts an der Universität Tübingen vor, das sich mit verschiedenen Bewältigungsstrategien beschäftigt hat: von der Unterbringung der obdachlos gewordenen Menschen unmittelbar nach dem Brand über die Sinnstiftung und religiöse Deutung des Geschehens bis hin zur Finanzierung des Wiederaufbaus und die Verteilung von Spendengeldern. Anhand von Dokumenten aus verschiedenen Archiven berichten die Studierenden von Solidarität, Eigennutz und Kriminalität, von Ungleichheit und Konflikten. Die Bewältigung eines Stadtbrands wirft ein Schlaglicht auf die Ordnung einer frühneuzeitlichen Stadt und gibt zugleich Anlass zu fragen, wie wir heute mit Extremsituationen umgehen.
Studierende der Universität Tübingen unter Betreuung von Prof. Dr. Christina Brauner
In Kooperation mit dem Geschichtsverein Reutlingen.
Studierende der Universität Tübingen unter Betreuung von Prof. Dr. Christina Brauner
In Kooperation mit dem Geschichtsverein Reutlingen.
Termine & Ort
Datum
03.12.2026
Uhrzeit
19:00 - 21:00 Uhr
Ort
Spendhausstraße 6, Reutlingen, Haus der Volkshochschule, Saal








